Wenn Folie zum Tragen kommt

Komfort und Haltbarkeit: Das sind wichtige Kriterien, die bei der Folienveredelung von Kleidungsstücken zum Tragen kommen. Beim Transferdruck auf Bekleidung ist eine dünne und flexible Folie wichtig. Ist sie zu dick und starr, wird der Aufdruck zum Brett und für den Träger ungemütlich. Dazu spielt die Haftbeständigkeit eine große Rolle. Aufgebrachte Transferfolien sollten so einige Wäschen überstehen.

Gute Ergebnisse erzielt der TH Sportverlag mit Flexfolien von B-Flex und hat seine Produktion auf dieses Material umgestellt. Der nordrhein-westfälische Betrieb veredelt Sport-, Berufs- und Promotionkleidung mit Stickerei und im Sieb- und Digitaldruck. Kleinere Auflagen und kurzfristige Aufträge werden meist im Transferdruck realisiert.

„Mit den Flexfolien von B-Flex haben wir so gute Erfahrungen gemacht, dass wir unser gesamtes Sortiment auf die Serie 700A umgestellt haben. Auch von der Waschbeständigkeit sind wir begeistert. Selbst wenn Kunden im Sportbereich die Trikots, entgegen der Empfehlung des Herstellers, mit Weichspüler waschen, entstehen keine Probleme“, erklärt Torsten Heckmann, Geschäftsführer beim TH Sportverlag. Für Produktionsleiter Michael Grotthaus ist die Verarbeitungstemperatur von 145 Grad Celsius ideal, denn dadurch lassen sich Textilien aus Baumwolle und Polyester gleichermaßen veredeln. Zudem besteht durch die niedrige Temperatur kaum die Gefahr der Resublimierung. Die Presszeit von 12 Sekunden ist optimal für das Handling auf der Doppeltransferpresse. „Im Vergleich zu Folien anderer Hersteller bekommt die 700er-Folie hier ganz klar die Note 1“, so Grotthaus, der noch eine weitere positive Erfahrung gemacht hat: „Die Haftungseigenschaften sind sehr gut geeignet, um Flex auf Flex zu verarbeiten.“

Die opaken 90 Mikrometer dünnen Polyurethanfolien der Serie 700A werden im Heißtransfer auf Baumwollstoffe, Baumwolle und Polyester sowie Polyester- und Acrylkleidung übertragen und haben ein mattes Erscheinungsbild. Nach dem Pressen wird der Träger sofort im heißen Zustand abgezogen. Da das Material dünn und elastisch ist, bleiben T-Shirts oder Sportbekleidung weich und geschmeidig. Die Folien können mit bis zu 90 Grad Celsius gewaschen werden und eignen sich dadurch auch für die Veredelung von Workwear, die meist höheren Belastungen und Verschmutzungen ausgesetzt ist. Die Flexprodukte der Serie 700A gibt es in 36 Farben, u.a. in Neon, und werden auch als bedruckbare Variante angeboten. Dazu sind sie nach Klasse 1 des Oeko-Tex Standards 100 zertifiziert.

Der italienische Folienhersteller B-Flex führt in seinem Sortiment 18 verschiedene Produktfamilien für den Transferdruck auf Bekleidung und vertreibt diese seit knapp drei Jahren in Deutschland. Die Folien sind bei Wespitec, bei Flockbar und Jung-Lenz Graphics erhältlich.

Bild: B-Flex