Dry Indigo färbt Denim mit Schaum®

Nachhaltigkeit in der Textilbranche hat viele Facetten. In der Denim-Industrie gibt es jetzt eine Idee, die Wasser spart.

Man sagt: Levi Strauss revolutionierte die Workwear. Der Vater der Marke Levis unterstützte die Idee des Schneiders Jacob Davis, an Arbeitshosen die Ecken der Hosentaschen und den angesetzten Hosenlatz mit Nieten eines Pferdegeschirrs zu verstärken. Am 20. Mai 1873 meldete Strauss das Patent darauf an und die Blue Jeans war geboren. Die verstärkten Hosen entwickelten sich schnell zum Renner und wurden weltweit berühmt. Auch heute noch sind Denim Jeans als Arbeitskleidung beliebt.

Um den blauen Stoff für die Hosen herzustellen ist allerdings viel Wasser erforderlich. Bei einer Jeans mit einem Gewicht von 800 Gramm kommen rund 8.000 Liter zusammen. Der Löwenanteil fließt in die Bewässerung der Baumwoll-Felder, rund 15 Prozent in die Produktion.

Um hier zu optimieren und nachhaltiger zu werden, verwendet Wrangler als erste Denim-Marke jetzt einen wassersparenden Schaum-Färbeprozess. Gemeinsam mit der Walmart Foundation unterstützte die Marke die Texas Tech University bei der Entwicklung einer neuen wassersparenden Herstellungslösung. Die Denim-Marke machte sich dann bei ihren Stofffabrikanten für das Verfahren stark. Tejidos Royo, ein spanischer Textilproduzent und Denim-Spezialist mit nachhaltigen Wurzeln, führte 2018 als erste Produktionsstätte das Schaum-Färben unter den Namen „Dry Indigo®“ ein.

Die neue zertifizierte Färbetechnik benötigt kein Wasser. Somit fällt auch kein Abwasser an. Dazu werden laut Wrangler der Energieverbrauch und der beim Färbeprozess entstehende Abfall im Vergleich zu konventionellen Färbe-Methoden um 60 Prozent reduziert.

Bei Wrangler ist jetzt die erste Kollektion unter dem Markennamen Indigood™️ zu haben und wird als „der nachhaltigste Denim ever“ vermarktet.

Bild: Bruno Nascimento@unsplash.com